Die Risiken in Zusammenhang mit der Exposition über lange Zeiträume hinweg gegenüber starken Schwingungen oder Schwingungen mit hoher Frequenz hängen vom Typ der Belastung ab und können in einigen Fällen den Muskelapparat und in anderen Fällen das Gefäß- und Nervensystem betreffen. Die Medizin unterscheidet 2 Arten von Schwingungen: Hand-Arm-Schwingungen (diese treten sowohl bei Nachläufer als auch bei Aufsitzmodellen auf) und Ganzkörperschwingungen (ein spezifischer Schwingungstyp bei Aufsitzmaschinen).
Hand-Arm-Schwingungen: ISO 5349-1
Die Exposition gegenüber Schwingungen mit hoher Frequenz kann Schäden im Gefäßsystem (oft drückt sich
dies durch taubes Fingergefühl aus) oder im Nervensystem (manchmal drückt sich dies durch eine teilweise
Lähmung des Radialnervs des Daumens aus) verursachen.
Die Exposition gegenüber Schwingungen, die von schweren Werkzeugen übertragen werden (ein klassisches
Beispiel ist der Presslufthammer) kann dagegen Schäden am Knochen-Gelenk-Apparat verursachen (Arthrose oder
Knochenentkalkung)
Es ist daher sehr wichtig, im Bedienungs- und Wartungshandbuch, das die Maschine unbedingt begleiten muss,
den Schwingungspegel der Maschine auf das Hand-Arm-System zu kontrollieren und, falls möglich, die Maschine
mit den niedrigsten Werten auszuwählen.
Kontrollieren Sie die Hand-Arm-Schwingungen (ausgedrückt in m/s²) im Bedienungs- und Wartungshandbuch
der Maschine und, falls möglich, wählen Sie die Maschine mit dem niedrigsten Wert! Der Schwingungspegel
muss in Übereinstimmung mit der Norm ISO 5349-1 gemessen werden.
Der Schwingungspegel auf das Hand-Arm-System unserer Maschinen wurde durch ein zugelassenes Labor
zertifiziert, damit der angegebene Wert auch wirklich den Tatsachen entspricht.
Ganzkörperschwingungen: Mechanische Schwingungen und Stöße (Rütteln) ISO 2631-1
Die Ganzkörperschwingungen, denen ein Mensch ausgesetzt ist, nennt man umgangssprachlich Rütteln.
Starkes oder langanhaltendes Rütteln kann Probleme an der Wirbelsäule, hauptsächlich im Knochen und
Muskelbereich verursachen.
Diese Probleme können auch von einer schlechten Haltung des Bedieners herrühren, verursacht durch falsche
Angewohnheiten des Bedieners, aber auch durch eine Maschinenplanung, die die grundlegenden ergonomischen
Grundsätze nicht berücksichtigt.































